Das vegetative Nervensystem - VNS
Das vegetativen Nervensystem ist das übergeordnete
Steuerungs- und Regulationssystem des Körpers
„Wenn ein übergeordnetes System untergeordnete
Systeme steuert und reguliert, ist der Funktionszustand
des übergeordneten Systems der wichtigste diagnostische
Parameter für die Beurteilung von Erkrankungen!“
Solch ein übergeordnetes System ist das vegetative Nervensystem
(VNS). Es steuert und reguliert die lebensnotwendigen
Grundfunktionen des Organismus, wie z.B. Stoffwechsel,
Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Verdauungssystem, Hormonsystem,
Immunsystem usw. Die beiden Hauptnerven des VNS sind
der Sympathikus (Anspannung) und der Parasympathikus
(Entspannung).
Bei Stress und Gefahr schaltet der Sympathikus in den
Zustand „Alarmbereitschaft“. Für die
„Alarmbereitschaft“ müssen jetzt Systeme in den Vordergrund
treten, die zur Erhöhung des Blutdrucks, der Herzfrequenz
und für mehr Sauerstoff in den Zellen sorgen, um Körper und
Psyche in Anspannung zu versetzen. Nur wenn die Anspannung
durch körperliche Betätigung
abgebaut wird, erlischt die „Alarmbereitschaft“ des Sympathikus.
Jetzt wird der Parasympathikus aktiv. Nur er kann für
Regeneration, körperliche Entspannung Reparaturprozesse
und Erholung sorgen.
In der heutigen Zeit werden aber die beruflichen, familiären und
privaten Stressfaktoren wie z.B Ärger, Frust, Angst und Zeitdruck
selten durch körperliche Aktivität abgebaut. Sie verfestigen sich
vielmehr zu einer chronischen (dauerhaften) „Alarmbereitschaft“
im Körper.
Dadurch wird die Aktivität des Parasympathikus für
Reparaturprozesse verschiedenster Systeme (z.B.
Immun-, Hormon-, Herz-Kreislaufsystem) gebremst. Die
notwendige Regeneration und Körperentspannung findet
nicht statt.
Es ist jetzt nur eine Frage der Zeit, bis verschiedene Krankheitssymptome
auf dieses Ungleichgewicht in der Regulation des
vegetativen Nervensystems hinweisen.