Die HRV-Analyse
- Analyse der Herzrhythmusvariabilität

Sie ermöglichen die Analyse des vegetativen Nervensystems. Es stellt sich die Frage: Über welchen Messwert lässt sich der Funktionszustand des autonomen Nervensystems am effizientesten analysieren? In den Mittelpunkt der Betrachtung rückt dabei das Herz. Die Veränderung des Herzrhythmus ist eine universelle Reaktion des gesamten Organismus auf beliebige Einwirkung der Umgebungsreaktionen. Die traditionell gemessene mittlere Herzfrequenz spiegelt jedoch nur den "Endeffekt" der zahlreichen Regulationseinwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System wider. Zwei Menschen mit gleicher durchschnittlicher Herzfrequenz können folglich in einem unterschiedlichen vegetativen Regulationszustand sein. Das heißt, die gleiche durchschnittliche Herzfrequenz kann unterschiedliche Aktivitätskombinationen der Kettenglieder des die vegetative Homöostase steuernden Systems entsprechen.

Der Rhythmus des Herzens ergibt sich aus dem Wechsel von Anspannung (li) und Erschlaffung (re) der Herzkammern.

Messbar wird dies über die Heart Rate Variability (HRV).
Die Variabilität des Herzrhythmus bezieht sich auf den Grad der Schwankung in der Länge der Intervalle zwischen den Herzschlägen - kurz - die Zeit von Herzschlag zu Herzschlag! 

Wie wird die HRV Analyse durchgeführt?

Der zu messende Patient bekommt einen Brustgurt umgelegt (bekannt aus dem Sportbereich). Die Messung findet im Sitzen statt. Der Patient sollte sich während der Messung nicht stark bewegen und bestenfalls auch nicht sprechen. Es werden während der Messung 520 Herzschläge (RR-Intervalle) per Funk an einen Laptop übertragen. Die Messung dauert dementsprechend je nach Ruhepuls des Patienten zwischen 6 und 10 Minuten. Während der Messung kann der Patient allein gelassen werden. Anschließend kann die Auswertung des Vegetativen Nervensystems / der HRV auf dem Laptop betrachtet oder aber auch ausgedruckt werden.